Publikumsvortrag Nr. IV – Hochbegabung und Lebenswelten

  • Begabungsentwicklung – systemtheoretische Ansätze
  • Familie & Schule – Systemfaktoren der Begabungsentwicklung
  • Begabtenförderliche Gestaltung der Lebenswelten

Wann
Donnerstag, 21. März 2019, 19:30 Uhr

Wo
Universität Bern, UniS, Schanzeneckstrasse 1, Raum A022

Referentin
Dr. phil. Marianne Röthlisberger
www.praxis-roethlisberger.ch
+41 (0)79 462 70 60

Eintritt frei, Anmeldung erwünscht: info@praxis-roethlisberger.ch

Zusammenfassung

Wenn von Hochbegabung die Rede ist, stellt sich unweigerlich die Frage, was unter Hochbegabung zu verstehen ist. In der wissenschaftlichen Literatur lassen sich zahlreiche Modellvorstellungen und Theorien finden. Einige zählen eine hohe Intelligenz, kreative Fähigkeiten, soziale Kompetenzen etc. einer Person zu den Einflussfaktoren der Begabungsentwicklung. Andere berücksichtigen zusätzlich Umweltmerkmale, wie beispielsweise die familiäre Lernumwelt, das Familienklima, die Instruktionsqualität oder das Klassenklima der Schule. Jüngere Theorieansätze betonen das Zusammenspiel verschiedener Systemfaktoren. Unter anderem werden personeninterne Begabungsfaktoren und leistungsförderliche Persönlichkeitsmerkmale, als auch eine entsprechend günstige Gestaltung der Lebenswelten genannt, damit sich Begabungs- potentiale voll entfalten können. Kinder/Jugendliche sind dabei aktive Akteure, die ständig ihr Handlungsrepertoire erweitern, und so ihre individuelle Entwicklung mitprägen.

Die Reihe meiner Publikumsvorträge hat sich bislang auf personen- bezogene Eigenschaften begabter Kinder/Jugendlichen mit folgenden Themen ausgerichtet: Hochbegabung und soziale Kompetenzen – Hochbegabung und/oder ADHS – Hochbegabung und Minderleistung.

Im aktuellen Referat werden wir uns mit den Lebenswelten der Kinder/Jugendlichen, genauer mit zwei wichtigen Systemfaktoren – Familie und Schule – der Begabungsentwicklung auseinandersetzen. Es interessiert, wie Familie und Schule mit Begabten und deren Bedürfnisse umgehen, mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert sind, und welchen Einfluss sie auf eine gesunde Begabungsentwicklung haben. Im Publikumsvortrag werden diesbezügliche Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus dem Praxisalltag skizziert, sowie zielgerichtete Gestaltungsmöglichkeiten beider Lebenswelten diskutiert.